Bohren und Zerspanen · Schaftfräser
Schaftfräser: Schneidstoff, Geometrie und Aufnahme
Schaftfräser für Nuten, Konturen und Flächen auswählen. Schneidenzahl, Arbeitslänge, Stirnschnitt und Werkstofffreigabe beachten.
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Fachlicher Überblick
Ein Schaftfräser wird über seinen Schaft in einer passenden Aufnahme gespannt und bearbeitet Werkstücke mit definierten Schneiden. Für maßhaltige Nuten oder Konturen ist eine dafür geeignete Maschinenführung erforderlich. Ein handgeführter Geradschleifer ersetzt keine Fräsmaschine für diese Aufgaben.
Bearbeitungsaufgabe festlegen
Nutfräsen, seitliches Konturfräsen und die Bearbeitung einer Fläche belasten das Werkzeug unterschiedlich. Prüfen Sie, ob die Stirnseite schneidet und ob ein Eintauchen zulässig ist. Ein flachstirniger Fräser und ein Kugelfräser erzeugen verschiedene Konturen.
Geometrie und Werkstoff zusammen auswählen
Schneidenzahl, Spanraum, Drall, Beschichtung und Schneidstoff bestimmen den vorgesehenen Einsatz. Für langspanende Werkstoffe ist ausreichend Spanraum wichtig. HSS, HSS-E und Hartmetall dürfen nicht ohne Betrachtung der Maschine und des Materials gegeneinander ersetzt werden.
Arbeitslänge und Auskragung
Schneidenlänge, Gesamtlänge und Schaftdurchmesser sind getrennte Maße. Eine unnötig lange Auskragung kann Schwingungen begünstigen. Spannen Sie das Werkzeug nach Vorgabe und beachten Sie Spannflächen beziehungsweise Schaftformen. Schnittdaten werden aus Werkzeugherstellerangaben und tatsächlichem Eingriff abgeleitet.
Auswahl im Arbeitsprozess
- Definierte Nut
- Geeigneter Nutfräser
Durchmesser, Nutbreite und Eintauchfähigkeit prüfen.
- Freie Kontur mit Radius
- Passende Kopfgeometrie
Maschinenprogramm und gewünschte Oberfläche berücksichtigen.
Fehlerbilder und Prüfpunkte
- Maßabweichungen
- Rundlauf, Werkzeugverschleiß, Auskragung und Maschinensteifigkeit prüfen.
- Rattern
- Eingriffsbedingungen, Spannung und Schnittwerte aufeinander abstimmen.
Häufige Fragen
Kann jeder Schaftfräser senkrecht eintauchen?
Nein. Die Stirnschneiden und Herstellerfreigabe müssen das Verfahren ermöglichen.
Ist mehr Schneidenzahl immer besser?
Nein. Sie beeinflusst auch Spanraum und Eingriffsverhalten.
Kann ich dieselbe Drehzahl wie beim Bohren nutzen?
Nicht ohne Prüfung. Fräsdurchmesser, Zahnvorschub und Eingriffsbedingungen benötigen eigene Schnittdaten.